Cora

Donnerstag, 16 April, 2015

Kleine Stadt mit viel Landleben oder 3 “Haselnüsse ...” ?

“In der nächsten Woche wird der erste Gartenmüll in diesem Jahr geholt.” Damit beginnt meine ganz persönliche Freiluftsaison. Es kann aber auch ein Schlachtruf sein, um starken Männern Angst einzuflößen.

Abschneiden, Unkraut zupfen, Rechen, Harken und Hacken, Vertikutieren, Mähen, Pflanzen usw.

Zweig

Plötzlich liegt das vor mir.

Ganz bescheiden am Rand, als wollte es nicht weggeräumt und entsorgt werden.
Es erinnert ein bisschen an Aschenbrödel, dem der Knecht der bösen Stiefmutter ein kleines Mitbringsel schenkte.
Sollte es so einfach sein? Aber was mache ich mit dem Prinzen, den ich schon geheiratet habe?

Von Johann Wolfgang von Göthe “... ich grubs mit allen den Wurzeln aus und trug’s hinüber ” zum sicheren Haus. ...”

In meinem Fall bedeutet es: ich hob es auf und nun ziert es mein Wohnzimmer.

Vielleicht sollte ich aber auch einfach nur häufiger den Garten genießen, statt an ihm herum zu schneiden.


Gesendet von Cora am 16.04 2015 um 18:38

Dienstag, 03 Februar, 2015

Hüttenschuhe und Fußbodenheizung

Wie das zusammenpasst? Eigentlich gar nicht.
Es sei denn, frau beauftragt die falsche Firma eine Fußbodenheizung zu installieren.

Mittendrin will die Firma aus dem Stand 24% der Auftragssumme mehr haben und braucht gleichzeitig die 4fache Zeit dafür. Und “Natürlich” müsste ich Heizungsabgleich, vollständige Dokumentation oder Beschriftung/Einweisung extra beauftragen.

Es waren einmal ...
... wenn ein Märchen so beginnt, kann es spannend werden.

Nach Ausgrabungen im alten Rom hatte man die Installation einer Fußbodenheizung voll im Griff. Sicher hatten die damaligen Handwerker keine High-end-Werkzeuge und auf dem Produkt stand auch kein Markenname, aber sie funktionierte.

Kalte FuesseBei dieser Werkleistung wird im KELLER beinah Wohnzimmertemperatur erzeugt, aber die Fliesen in der Wohnung sind nur zwischen 22 und 26 Grad warm. Eigentlich muss ich mir ja nur die “warmen” Fliesen suchen, doch die sind leider immer an anderer Stelle und niemals in dem Bereich, in dem ich mich normalerweise aufhalte.

Reinhard Mey sang einmal: “Ich bin Klempner von Beruf ... ” Ich hätte nie gedacht, dass dieser Text so nah an der Realität ist.
Unterm Strich: Ich habe zwar eine Fußbodenheizung, muss aber Hüttenschuhe an die Füße ziehen.

Gesendet von Cora am 03.02 2015 um 10:49

Montag, 17 November, 2014

in memoriam - Was nach dem Leben bleibt.

Vor einige Zeit ist mein Onkel gestorben.
Er war nicht nur der letzte, sondern auch ein besonderes Exemplar seiner Art.
Ich mag’ gar nicht daran denken wer als Nächster auf des Gevatters Liste steht.

Er war Lehrer - genauer: Unterstufenlehrer und ein besonders Guter.
Er vermochte zu motivieren und zur freundlichen Mitarbeit zu bewegen. Ich erinnerte mich daran, wie oft wir - die alle Eltern nervenden -  Grundsatzdiskussionen geführt haben.
Heute weiß ich, dass er der Sieger war, wenngleich er mich nie als Verlierer weg gehen lies.
Mit dem Alter kam auch bei mir die Weisheit.
Sein Beruf war sein Leben. Er hat es gut gelebt - nach bestem Wissen und Gewissen.

Nachdem er als 11jähriger den 2. Weltkrieg grade so überstanden hatte, stand das bloße Überleben an. Er hatte weder Eltern, noch genug zu essen, oder gar ein warmes zuhause.
Seine Mutter war schon im Krieg gestorben und sein Vater interniert.
Flucht, Vertreibung, Ausgrenzung, Ablehnung, Fremdenhass - alles was ein Kind nicht gebrauchen kann. Egal wo es geboren wurde.

Auch jetzt - im hohen Alter war er ein interessant Erzählender, ein kluger und mitfühlender Mensch.
Ich habe noch so viele Fragen und kann keine Antworten mehr bekommen.
Schade dass es ihn nicht mehr gibt.

Ich werde ihn vermissen.

Gesendet von Cora am 17.11 2014 um 22:37

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